Christliche Medieninitiative pro begrüßt ZDF-Selbstkritik zu „logo!“-Beitrag über Kirche

Die Christliche Medieninitiative pro (Wetzlar/Berlin) begrüßt die selbstkritische Antwort des ZDF auf mehrere Programmbeschwerden zur Kindernachrichtensendung „logo!“ vom 19. März 2026. In der Sendung war ein Beitrag über sinkende Kirchenmitgliedschaften unmittelbar nach einem Beitrag über das Ende des Ramadan ausgestrahlt worden. ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler hatte in seiner Antwort eingeräumt, dass diese Kombination ein Fehler…

Die Christliche Medieninitiative pro (Wetzlar/Berlin) begrüßt die selbstkritische Antwort des ZDF auf mehrere Programmbeschwerden zur Kindernachrichtensendung „logo!“ vom 19. März 2026. In der Sendung war ein Beitrag über sinkende Kirchenmitgliedschaften unmittelbar nach einem Beitrag über das Ende des Ramadan ausgestrahlt worden. ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler hatte in seiner Antwort eingeräumt, dass diese Kombination ein Fehler gewesen sei. Der betreffende Beitrag wurde nach Angaben des ZDF aus dem Archiv der Erklärstücke entfernt.

Christoph Irion, Geschäftsführer der Christlichen Medieninitiative pro, erklärt dazu:

„Die Antwort von ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler nehmen wir mit Respekt zur Kenntnis. Wir begrüßen ausdrücklich, dass das ZDF die Kritik an der ‚logo!‘-Sendung ernst nimmt, Fehler einräumt und den Beitrag aus dem Archiv entfernt hat. Besonders anerkennen wir die selbstkritische Einschätzung, dass die unmittelbare Abfolge des Ramadan-Beitrags und des Kirchen-Erklärstücks den Eindruck einer wertenden Gegenüberstellung erzeugen konnte und dass das komplexe Thema Kirche in der Kürze nicht angemessen dargestellt wurde.

Zugleich halten wir es für wichtig, dass die Programmbeschwerde im ZDF-Fernsehrat behandelt wird. Es geht aus unserer Sicht nicht allein um einen einzelnen misslungenen Beitrag, sondern um grundsätzliche Fragen journalistischer Sorgfalt bei religiösen Themen – zumal in einem Nachrichtenangebot für Kinder. Dazu gehören die faire Darstellung religiöser Überzeugungen, historische Genauigkeit, Ausgewogenheit und die besondere Verantwortung öffentlich-rechtlicher Angebote gegenüber jungen Zuschauerinnen und Zuschauern. Wir bitten deshalb darum, die Beschwerde trotz der erfreulich selbstkritischen Antwort des Intendanten im Fernsehrat zu beraten. Dies kann dazu beitragen, die vom ZDF angekündigte Überprüfung interner Abläufe zu stärken und sicherzustellen, dass sensible religiöse Themen künftig sachgerecht, fair und ausgewogen behandelt werden.“

Die Christliche Medieninitiative pro hatte in ihrer Programmbeschwerde kritisiert, der „logo!“-Beitrag habe die Entwicklung der Kirche historisch verkürzt, einseitig und teilweise fehlerhaft dargestellt. Insbesondere seien zentrale Aspekte wie Reformation und Protestantismus, das soziale und bildende Wirken der Kirchen sowie die Vielfalt christlichen Lebens nicht berücksichtigt worden. Zudem habe die unmittelbare Abfolge eines positiv dargestellten Beitrags zum Ramadan-Ende und eines ausschließlich negativen Beitrags über Kirchengeschichte und Christentum den Eindruck einer unausgewogenen Gegenüberstellung erzeugen können. Gerade bei religiösen Themen in einem Nachrichtenformat für Kinder seien besondere Sorgfalt, Kontextualisierung und Ausgewogenheit erforderlich.

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